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Giardina 2018: Trends und Lieblingsgärten

Giardina 2018: Trends Und Lieblingsgärten

Der Besuch der Giardina in Zürich ist für Axel Fautz ein Muss. Hier trifft sich, was als Garten- und Landschaftsbauer Rang und Namen hat. Hier erkennt man die Trends, die sich in der Branche durchsetzen. Hier können Ideen geholt und Leidenschaften entfacht werden.

Auch Eva Roth, Gartenplanerin bei Fautz die Gärten, hat die Chance ergriffen, sich selbst einen Eindruck von den „News“ der Gartenszene zu machen.

Ihr Statement: Ganz klar hat sich bezüglich der Farbe etwas geändert: viel warmes Braun, Erd- und Sandtöne überwiegen, weniger Grau ist zu sehen. Gleichzeitig sind die Gärten nicht mehr so minimalistisch und streng, wie es in den letzten Jahren zu beobachten war. Vielmehr steht die Natürlichkeit, das Rustikale im Vordergrund, oft auch in Kombination mit Beton. Und dieser wird äußerst kreativ verwendet. Es ist dem Beton teilweise kaum anzusehen, dass er Beton ist. Dieser ist eher natürlich geformt, teilweise als Kalksteinfelsen in südlich-mediterranen Farben. Teilweise auch mit Blattabdrücken oder anderen Nachbildungen. Dieses Phänomen lässt sich in sehr vielen Schaugärten auf die unterschiedlichste Art und Weise bewundern.

Bezüglich der Bepflanzung sind vor allem schöne Kiefern als auch Frühlingsblüher wie Magnolien, Rhodos und Cornus zu beobachten.

 

Die Schönsten unter den Schönen

Fragt man Eva Roth nach ihrem Lieblings-Schaugarten der Giardina 2018, kann sie sich nicht wirklich entscheiden. Eigentlich sind es zwei:

Zum einen ist es der Garten „Il Dolce Far Niente“ der Egli Grün AG. Das Ostschweizer Unternehmen trägt eine für den Fachmann oder die Fachfrau wieder zu erkennende Handschrift. Das, was in diesem Jahr aber besonders fasziniert, ist der aus einem Felsblock in Handarbeit geschaffene Pool. Ein absoluter Hingucker. Schon allein die Vorstellung, wie dieser an Ort und Stelle gebracht wurde, fasziniert. Auch sonst ist im Garten alles stimmig. Das Moderne und Leichte, wie die Outdoorküche, harmoniert mit dem Schweizer Rustikal-Look. Die Pflanzen, das Material – perfekt aufeinander abgestimmt. Dieser Garten ist ein absoluter Magnet.

Der zweite präferierte Schaugarten heißt „East meets West“ und stammt von Enzo Enea. Der Visionär prägt schon seit mehreren Jahren die Ausstellung der Giardina und ist einer der führenden Landschaftsarchitekten im Schweizer, süddeutschen und österreichischen Raum. Die gesamte Branche schaut, was Enzo Enea gestaltet. Viele Trends wurden von ihm geschaffen. Der diesjährige Schaugarten lässt Eva Roth an die 70er Jahre denken. Viele Elemente, wie immergrüne Bodendecker oder ein Ziegelweg, erinnern an den Retro-Stil. Darüber hinaus gibt es hier außergewöhnliche Bäume zu bewundern. Zum einen tolle Magnolien, zum anderen ein Ahorn, der seinesgleichen sucht.

…und was man daraus macht

Natürlich kommen die Garten- und Landschaftsbauer nach ihrem Besuch der Giardina mit visionären Gedanken und Vorstellungen zurück. Natürlich wird der eine oder andere Trend in den laufenden oder kommenden Projekten berücksichtigt und umgesetzt. Natürlich erfährt die tägliche Arbeit wieder eine neue Sichtweise. Und natürlich muss der, der mithalten will, sich an den Branchen-Trends orientieren. Und genau das ist ein wichtiges Credo von Fautz die Gärten. Denn ihre Arbeit ist ihre Leidenschaft. Oder war es umgekehrt?

 

Fotos: Eva Roth

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