Überspringen zu Hauptinhalt
Chelsea Flower Show – Ein Muss Für Gartenprofis

Die Chelsea Flower Show in London ist schon seit Jahrzehnten eine feste Institution. Sie steht im Terminkalender der Garten-verrückten Engländer (und das sind sie fast alle) sowie der Gartenlandschaftsbauer aus aller Welt. Hier trifft sich in der grünen Branche, was Rang und Namen hat. Hier trifft sich, wer die neuesten Trends hautnah erleben möchte. Hier trifft sich, wer was von Garten versteht.

Ganz England steht Kopf, wenn es um die Chelsea in London geht. Alle namhaften englischen Fernsehsender berichten ausführlich und das über Tage hinweg. Die Titelseiten aller Zeitschriften sind für die Chelsea reserviert. Das gleichnamige Londoner Stadtviertel Chelsea schmückt sich ganz besonders heraus und ist schon für sich ein außergewöhnlicher Blickfang.

2019 noch mehr Sympathiepunkte durch Prominenz

Das alles war schon immer so. Aber 2019 erlebte das Ganze einen besonderen Hype. Der Grund: Kate Middleton, Herzogin von Cambridge, ist Mitdesignerin eines außergewöhnlichen Schaugartens, der alle Blicke auf sich zieht. Dieser sogenannte „Kate-Effekt“ hat nicht nur die Besucherzahlen gesprengt, sondern bereits im Vorfeld der Chelsea als auch während der Öffnungszeiten für besondere Aufmerksamkeit gesorgt. Und zwar noch mehr als sonst, wenn überhaupt möglich.

Etwa zwei Stunden standen die Besucher geduldig an, um einen Blick in den „RHS Back To The Nature Garden“ zu werfen, hier zu wandeln und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Die gesamte grüne Branche hat durch diese besondere Prominenz noch mehr als sonst profitiert.

Axel Fautz berichtet von den neuesten Trends

Auch Axel Fautz kam in den Genuss, die Chelsea 2019 mit seinen Schau- und Themengärten ausführlich zu erkunden. Am Montag, den 20. Mai wurde die Gartenausstellung von Queen Elisabeth II eröffnet. Die ersten beiden Ausstellungstage, Dienstag und Mittwoch, sind den Mitgliedern der Royal Horticultural Society (RHS), der Veranstalterin der Chelsea, vorbehalten. Die Tickets sind auf insgesamt 161.000 Stück begrenzt und müssen vorbestellt werden. Als Mitglied der RHS war Axel Fautz bereits am ersten Ausstellungstag vor Ort.

Was direkt aufgefallen ist, dass der Trend Richtung Natürlichkeit anhält. Ja, sogar noch ausgeprägter ist als je zuvor. Die Gärten sind weniger verspielt und bunt, sondern sehr naturnah und beinahe wild. Blüten und Farben sind eher zart und subtil, kaum auffällig. Die Pflanzen sind meist heimische, wie beispielsweise der Feldahorn oder die Hainbuche. Dabei sind sie kaum beschnitten, sondern natürlich gewachsen. Auch im Hinblick auf den Erhalt der Insekten und insbesondere der Bienen wird hier sehr viel Wert auf Wildbepflanzung gelegt, gleichzeitig wichtiges Refugium der kleinen Nützlinge.

Viel ruhiges Wasser, kleine Bachläufe, auch mal ein winziger Wasserfall oder eine Mauerschütte unterstreichen die Natürlichkeit. Die geradlinig angelegten Gärten gibt es so gut wie nicht mehr. Und wenn, werden diese Formen durch verspielte Elemente gleich wieder aufgeweicht. Beim Material dominieren, passend zur naturnahen Bepflanzung, warme Töne. Auffällig sind hier vor allem Cortenstahl, Kupfer sowie Holz.

Morgan Stanley Garden – der Favorit von Axel Fautz

Und warum? Ganz klar! Dieser Garten wird von einer wirklich besonderen Kiefer dominiert, die durch ihr windschiefes Wachstum absolut einmalig ist und somit ein echter Hingucker. Solche Einzelstücke gehören für Axel Fautz in jeden tollen Garten.

Der Designer Chris Beardshaw ist darüber hinaus ein Meister der Staudenbepflanzung. Und das beweist er hier auf sehr traditionelle Art und Weise. Durch die üppige Bepflanzung bekommt der Garten schon aus der Distanz einen wunderschönen natürlichen Effekt. Die großen Eibenhalbkugeln geben Struktur und sorgen dafür, dass auch im Winter intensives Grün vorhanden ist. Es passt einfach alles zusammen. Hier kann man viel für den eigenen Garten abschauen. Auch die klassische Designregel wird hier eingehalten. Das beweist beispielsweise der Kupferkreis-Blickfang im Pavillon, natürlich in warmer Farbgebung. Ein Gartentraum par excellence.

Aber: nicht nur der Garten ist „grün“, sondern auch der gesamte Herstellungsprozess und Aufbau. So wurde beim Anlegen des Gartens ein Elektrobagger genutzt. Die Pflanzen sind in kompostierbaren Töpfen „aufgewachsen“. Der Pavillon besteht aus besonders filigranen Streben, damit der Transport sowie der Auf- und Abbau leicht von der Hand gehen. Denn es ist vorgesehen, diesen Garten nach der Chelsea wieder aufzubauen.

Alles in allem ein sehr durchdachter Schaugarten, der völlig zu Recht mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Der Populärste aller Schaugärten: The RHS Back To The Nature Garden

Das ist der sogenannte „Kate Middleton-Garten“, den die Herzogin von Cambridge gemeinsam mit den Designern Andree Cavies and Adam White, beide auf Spielgärten spezialisiert, entworfen hat. Es ist ein wunderschöner Waldgarten geworden, perfekt für Kids, die hier spielen, entdecken, toben und lernen können. Das ist auch die Grundidee dieses Schaugartens, der bei der Bewertung außer Konkurrenz läuft, da der Veranstalter RHS Sponsor ist. Die Kinder sollen wieder mehr zur Natur finden, Erfahrungen sammeln, draußen sein und selbst zu kleinen Forschern werden.

Der Blickfang des naturnahen Gartens ist ein Baumhaus mit einer Schaukel, das wie ein Vogelnest aussieht. Ein Bachlauf sowie ein kleiner Wasserfall laden zum Planschen und Staudamm-Bauen, ein Baumstamm zum Balancieren ein. Schmale Wege schlängeln sich durch die wilde Bepflanzung mit winzigen zarten Blüten. Ein Raum, wie geschaffen für Kinder.

Das Thema „Kinderpädagogik“ findet sich jedoch auch in weiteren Schaugärten wieder, beispielsweise im Montessori-Garten. Hier gibt es einen geschützten umschlossenen Raum, der fröhlich-bunte und kindgerechte Spielmöglichkeiten bietet.

Für die Herzogin von Cambridge ist diese Beteiligung keine einmalige. Im Juli 2019 wird sie auf der Hampton Court Flower Show, der „kleinen Schwester“ der Chelsea, ebenfalls einen Garten präsentieren. Auch hier stellt man sich schon auf einen hohen Besucherandrang ein.

The M&G Garden

Dieser Schaugarten spiegelt eigentlich alle Trends wider, die auf der Chelsea querbeet zu finden sind. Es ist ein Garten, der die natürliche Landschaft nachempfindet und von daher sehr grün ist, lediglich unterbrochen von subtilen kleinen Blüten mit dezenten Farbtönen. Und dazwischen – in meisterhaftem Kontrast – nachhaltig verkohltes Eichenholz (insgesamt 50 Tonnen) als künstlerisch-vollendete Skulpturen. Durch das wie schwarze Felsformationen wirkende Holz erscheint das Natürliche, das Grün noch viel intensiver und leuchtender und ergibt eine faszinierende Mixtur.

Der Bodenbelag in erdig-warmen Farben, ein geschwungener Kiesweg, ein flacher Bachlauf sowie eine kleine Sitzplattform verschwinden beinahe in der schlichten aber üppig-grünen Bepflanzung. Der Garten lebt von dem sehr auffallenden Kontrast zwischen Grün und Schwarz. Etwas, wo das Auge hängenbleibt. Etwas, das im Gedächtnis bleibt.

Der M&G Garden wurde mit Gold ausgezeichnet und erhielt darüber hinaus den Preis für den besten Garten der Ausstellung „Best in Show“.

Immer ein wenig weiter gedacht – im Sinne unserer Kunden

Für Fautz die Gärten ist die Chelsea Flower Show in jedem Jahr ein Muss. Nicht nur, weil das Gartenherz hier förmlich aufgeht, sondern vor allem, um die neuesten Trends zu erfahren, tolle Ideen für die anstehenden Gartenprojekte mitzubringen und diese in der täglichen Arbeit umzusetzen. Im Mittelpunkt dieser Reise stehen die Kunden, die sich sicher sein können, dass die Gartenplaner sowie Gartenlandschaftsbauer von Fautz die Gärten immer auf dem neuesten Stand sind und ihr aktuelles Wissen bei jedem Projekt einbringen. Und das mit Überzeugung und Hingabe.

Fotoquellen:
https://www.rhs.org.uk/shows-events/rhs-chelsea-flower-show/Gardens/2019 und Axel Fautz
Fotos mit Kate Middleton:
Kensington Place, Instagram
https://www.hellomagazine.com/royalty/2019052473423/kate-middleton-secretly-returns-garden-with-children/
https://www.hellomagazine.com/royalty/2019052373366/kate-middleton-garden-flower-show-queues/

 

An den Anfang scrollen