Hochbeete anlegen – aber richtig

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Hochbeete lassen sich aus ganz unterschiedlichen Materialien herstellen. Es bieten sich Holz, Fiberglas, Kunststoff oder Metall an. Sowohl Länge und Breite als auch die Höhe sind prinzipiell frei wählbar. Hier hängt alles von den Wünschen und Vorstellungen des Nutzers ab. Allen gemeinsam ist ein grundlegender Aufbau, der sich aber auch variieren lässt.

Klassischer Aufbau eines Hochbeetes

Abgrenzung zum Gartenboden: engmaschiges Drahtgitter und Noppenfolie
Um das Beet vom Gartenboden abzuheben und es vor Wühlmäusen zu schützen, sollten Sie bereits beim Bauen des Hochbeetes ein Drahtgitter sowie Noppenfolie am Boden des Hochbeetes anbringen. Die Artikel erhalten Sie im gut sortierten Fachmarkt.

Reisig-Schicht: Äste, Zweige, Rinde
Eine lockere Schicht aus Zweigen, Ästen und Rinde versorgt Ihr Beet von unten her mit genügend Sauerstoff.

Häcksel-Schicht mit grobem Häckselgut
Die Häckselschicht ist dichter als die Reisig-Schicht und gibt dem Hochbeet eine kompakte Grundlage.

Laub-Schicht
Laub ist die perfekte Basis für die nährstoffreiche Kompost-Schicht, die auf die Laub-Schicht folgt.

Grobkompost-Schicht: Küchen- und Wiesenkompost
Die Schicht aus grobem Kompost kann auch mit der Laub-Schicht vermischt werden. Dieser Kompost kann grober Küchenkompost sein, sollte aber keine Fleischabfälle beinhalten.

Feinkost-Schicht: Feiner Küchenkompost
Feiner Küchenkompost ist Kompost, der aus ganz bestimmten Bestandteilen besteht. Es eignet sich auch Rindenkompost.

Erdschicht
Die Erdschicht sollte aus reichhaltiger Gartenerde bestehen, muss jedoch nicht sehr breit sein. Wer keine Gartenerde hat, kann mit Erde aus Säcken arbeiten. Die Erde sollte durchlässig und nicht zu torfhaltig sein.

Bepflanzungsschicht
Hier stehen dann die Pflanzen / Sämlinge bzw. ist diese die Aussaat-Schicht für diverse Sämereien.

Erneuerung notwendig

Nach fünf bis acht Jahren ist das System Hochbeet erschöpft. Es muss neu befüllt werden. In diesem Fall räumt man das ganze Beet aus und baut die verschiedenen Schichten wieder auf. Der beste Zeitpunkt, um ein Hochbeet im Garten oder an anderer Stelle anzulegen und zu bauen, ist an und für sich immer dann, wenn viele Gartenabfälle anfallen, also entweder im Herbst oder auch im zeitigen Frühjahr.

Wenn man relativ hohe und lange Beete baut (Höhe um 1 Meter), sollte man daran denken, innen Querverstrebungen anzubringen, damit sie nicht durch den Erddruck ausgebeult werden. Bei Holzbeeten ist unter Umständen eine innen aufgestellte Noppenfolie sinnvoll, damit die Erde nicht durch die Ritzen fällt und das Holz etwas geschützt ist. Allerdings beeinträchtigt das auch die Luftzirkulation.

Variationen erlaubt

Oben ist der klassische Aufbau eines Hochbeetes beschrieben. Dieser lässt sich natürlich auch variieren, wenn man die Effekte (u.a. Erwärmung durch Abbau von Häcksel und Laub) des Aufbaus nicht unbedingt nutzen möchte. Heutzutage werden Hochbeete im unteren Bereich oft mit Kies oder etwas ähnlich Durchlässigem für die Drainage befüllt, darauf dann ein Trennvlies aufgebracht und der Rest mit Sackerde (am besten Container- / Kübelpflanzenerde) befüllt. Wenn Gemüse gepflanzt werden soll, sollten Sie darauf achten, dass die Erde nicht zu stark aufgedüngt ist. Bei einem solchen Beet nutzt man nur die Höhe, die eine bequemere Bearbeitung sowie Ernte zulässt. Außerdem ist das ganze ja auch ein toller Blickfang. Durch die Drainageschicht kommen meist auch keine Wühlmäuse, so dass man in der Regel hier auf den Draht verzichten kann.

Fachberatung ganz nah

Sollten Sie trotz allem noch Fragen haben und professionelle Hilfe benötigen, stehen Ihnen die Spezialisten im Gartencenter von Fautz die Gärten gerne zur Verfügung.