Blickfang Weihnachtsstern

Weihnachtsstern

Farbenfrohe Pflanze in der etwas dunkleren Jahreszeit

Gerade in der kalten Jahreszeit freut man sich über blühende Pflanzen in der Wohnung. Und gerade in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es verschiedene blühende Pflanzen im Angebot. Die wohl am meisten in dieser Zeit verkaufte Pflanze ist der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Die eigentlichen Blüten sind die kleinen Köpfchen, die zwischen den farbigen Hochblättern (Brakteen) stehen. Diese Brakteen sind umgewandelte Blätter. Dies ist insbesondere in ihrer Entwicklung gut zu beobachten, wenn sich die Hochblätter von grün in rot oder eine andere Farbe verfärben. Dabei gibt es die verschiedensten Sorten in unterschiedlichen Farben: von rot über rosa bis weiß. Sogar rote mit cremefarbenen Sprenkeln findet man im Handel.

Künstliche Dunkelphasen für die Adventszeit

Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagespflanze. Das bedeutet, dass er erst Blüten ansetzt, wenn die Tage kürzer als zwölf Stunden werden. Dies trifft bei uns etwa ab Mitte Oktober zu. In dieser Dunkelphase darf er auch kein Störlicht durch Straßenlaternen, Wohnungsbeleuchtung oder ähnlichem bekommen. In Mitteleuropa wird in Gärtnereien etwa ab Oktober die Dunkelphase künstlich mit dunklen Folien auf mindestens zwölf Stunden verlängert, so dass die Pflanzen pünktlich zur Adventszeit farbige Brakteen ausbilden. Durch Manipulation der Hell- und Dunkelphasen könnte man Weihnachtssterne auch gut zu anderen Zeitpunkten zur Blüte bringen.

Tropische Wärme und der Weg nach Europa

Der Weihnachtsstern kommt in den tropischen Laubwäldern Mittel- bis Südamerikas vor. Dort reicht das Verbreitungsgebiet von Mexiko über die Karibischen Inseln, Venezuela und Brasilien bis Argentinien. Als Zierpflanze in andere tropische und subtropische Regionen eingebracht, ist er vielfach verwildert. So sind größere Bestände in Afrika (bspw. in Kenia, Tansania und Uganda), in Asien (z.B. in Burma, Malaysia und den Philippinen), Australien und im Mittelmeer-Raum bekannt.
Weihnachtssterne sind mehrjährige Pflanzen. In freier Natur wachsen sie zu Sträuchern von bis zu vier Metern Höhe. Nach dem Ende der Blütezeit und dem Verlust der farbigen Hochblätter verwandeln sie sich in üppige Grünpflanzen.
Der Weihnachtsstern hieß bei den Azteken Cuitla-xochil und war eine Lieblingspflanze von Moctezuma II. 1804 brachte der Naturforscher Alexander von Humboldt die Pflanzenart von seiner Amerikareise erstmals nach Europa mit.

So bleibt er lange schön

Fautzianerin Anne Götter kümmert sich liebevoll um ihre farbenprächtigen Schützlinge im Gartencenter. Ihre Empfehlung: Weihnachtssterne sind sehr empfindlich. Wenn sie die Blätter verlieren, stehen sie meist zu nass. Auch ist die direkte Zugluft durch das tägliche Lüften zu vermeiden. Während der Blütezeit sollte die Temperatur zwischen 15°C und 22°C liegen. Bei zu hohen Temperaturen und zu wenig Licht bekommt der Weihnachtsstern gelbe Blätter. Bei zu niedrigen Temperaturen reagiert er mit Laubfall. Die Pflanze kann während der Blüte und wenn sie wächst ein- bis zweimal pro Woche mit einem Blühpflanzendünger versorgt werden.
Achten Sie auch darauf: Für den Heimweg von der Gärtnerei sollte der Weihnachtsstern in Papier eingewickelt und schnell nach Hause gebracht werden.

Wir wünschen Ihnen eine farbenfrohe und blütenreiche Adventszeit!