Abenteuer Toskana

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Einmal im Jahr geht die Einkaufstour von Fautz die Gärten nicht nur in den Norden Deutschlands zur Baumschule Bruns, sondern auch in die liebliche Toskana. Und hier, mitten in der für die Toskana typischen Hügellandschaft mit Pinien und Zypressen, auf das landwirtschaftliche Gut „Il Calesse“ mit beindruckenden Olivenbaumhainen. Zur Begrüßung gab es gleich ein Gläschen Sekt sowie Brot mit frisch gepresstem Olivenöl. Ein erstes typisch italienisch-kulinarisches Erlebnis.

Mit dabei sind Geschäftsführer Axel Fautz, Baumschulmeisterin Barbara Grotzer-Sutter sowie die Bauleiter Philipp Jobst und Christian Seefried. Die beiden Letzteren waren das erste Mal auf dieser Tour dabei und sind noch jetzt beeindruckt von den Erfahrungen und Erlebnissen vor Ort.

Mit Karl von Baumschule zu Baumschule

Auch wenn man bei dem Gedanken an die Toskana ohne Zweifel und mit gutem Recht feines Essen, leckeren Wein, italienisches Lebensgefühl und wunderschöne Landschaften im Kopf hat, waren die vier doch die meiste Zeit unterwegs, um bei den ansässigen Baumschulen auf Einkaufstour zu gehen. Und das Baumschul-Angebot im nebenan liegenden Tal ist immens. Es gibt kleine und individuelle Gärtnereien, es gibt welche, deren Ausmaß unmöglich zu überblicken ist. Die Bepflanzungen sind riesig und ohne professionelle Hilfe kaum zu bewältigen. Und diese bekommen die Fautzianer glücklicherweise von ihrem Zwischenhändler namens Karl. Dieser ist schon seit einigen Jahren für Fautz die Gärten in der Toskana tätig.

Karl bekommt bereits im Vorfeld der Reise Informationen, welche Pflanzen von dem Markgräfler Gartenbaubetrieb benötigt werden. Mit diesem Wissen macht sich Karl, selbst Deutscher, aber schon seit mehr als 15 Jahren in der Toskana lebend, auf den Weg von Baumschule zu Baumschule, um die Angebote schon einmal zu sichten und eine Vorauswahl zu treffen. Andernfalls wäre es den Fautz-Reisenden gar nicht möglich, mit nur etwa eineinhalb Tagen vor Ort die richtigen Pflanzen und Gehölze ausfindig zu machen. So begleitet Karl die vier auf ihrer Einkaufstour mit dem Auto, denn selbst innerhalb manch einer Baumschule kann man das gesamte Angebot kaum erlaufen. Oftmals musste der Experte vehement auf die Bremse gehen, da die Gartenbauer eine tolle Pflanze gesehen hatten und diese aus der Nähe betrachten wollten. Auch hatte Karl einige „Schmankerl“ im Hemdsärmel, bei denen es sich unbedingt lohnte, anzuhalten.

Individuelle Kundenbetreuung auch in der Toskana

Bei der Einkaufstour geht es um genau zwei Dinge: Einerseits sind die Einkäufer auf der Suche nach Pflanzen, die zu Hause im Gartencenter verkauft werden oder auch für das eine oder andere kommende Gartenbauprojekt geeignet wären. Dabei spielt die Erfahrung natürlich eine sehr große Rolle. Die Auserwählten gehen entweder gleich auf den Weg nach Bad Krozingen-Biengen oder stehen dann auf Abruf bereit und werden bei Bedarf nach Deutschland versandt.

Andererseits sind die Fautzianer auf der Suche nach ganz bestimmten Pflanzen und Gehölzen, sogenannte „Eyecatcher“, die sie für aktuelle Gartenbauprojekte als passend erachten. Dabei stehen sie mit den Kunden in regem Kontakt, machen Fotos, schicken diese direkt weiter und finden so gemeinsam genau das richtige Objekt. Ein echtes Steckenpferd von Fautz die Gärten, ihren Kunden etwas ganz Besonderes zu bieten und dem Garten somit zu etwas Einzigartigem zu verhelfen.

Arbeit und Genuss gehen Hand in Hand

Christian Seefried spricht von „handverlesenen“ Pflanzen. Denn es liegt an den vier Fautzianern, welche Pflanzen aus der großen Auswahl vor Ort nach Deutschland zu Fautz die Gärten geliefert werden. Diese werden mit einem Bändchen markiert und zur Abreise fertiggemacht. Noch am Tag der Auswahl in den Baumschulen stand ein Lkw bereit, der die markierten Pflanzen und Gehölze sofort verladen hat und nur einen Tag später als die Fautzianer im Markgräflerland eintraf. Eine bemerkenswerte Logistik.

Auch oder vielleicht gerade auf Grund der intensiven Suche nach den tollsten Gewächsen durfte natürlich das leckere toskanische Essen nicht zu kurz kommen. Auch hier war Karl genau der richtige Begleiter. Schon traditionell gehen die Einkäufer einmal am Mittag in ein Restaurant, wo ein Riesenstück Roastbeef vor ihren Augen zubereitet und serviert wird. Allein beim Erzählen läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen. Philipp und Christian schwelgen noch jetzt genüsslich in Erinnerung.

Mit sensationellen Eindrücken wieder zurück

Nach der Frage, was ihnen persönlich am besten gefallen hat, war Philipp neben der riesigen Pflanzenauswahl vom Ausblick der Unterkunft „Il Calesse“ am Morgen direkt nach dem Aufstehen fasziniert. Die aufgehende Sonne, die umliegenden Hügel, die Olivenbäume und nicht zuletzt der Nebel im Tal erlaubten einen wirklich spektakulären Blick von hier.

Für Christian war es vordergründig die Möglichkeit, einfach dabei zu sein, die Pflanzenvielfalt zu erleben und gemeinsam Spaß zu haben. Die Erfahrung zu sammeln, die perfekte Pflanze für die Kunden und ihren Garten zu finden. Auch die Besichtigung von bis zu 800 Jahren alten Olivenbäumen mit einer Höhe von 18 Metern war für Christian ein Höhepunkt. Auch diese können von Kunden geordert und in den eigenen Garten umgepflanzt werden. Nahezu unglaublich.

Drei Tage Toskana inklusive An- und Abfahrt sind nicht lang. Aber eines ist sicher: die dort gesammelten Erfahrungen, das Zusammentreffen sowie die Zusammenarbeit mit Karl, aber auch die zwei geselligen Abende bei gutem Essen und Wein, werden den jungen Bauleitern noch lange positiv in Erinnerung bleiben.